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Was schafft PR-Profi Edwards?
"Isn´t he like the young Kennedy?" sagte mein Sitznachbar,
als John Edwards im Oktober auf dem Podium des Washingtoner Marriott-Hotels
stand, und allen anderen damals noch neun demokratischen Präsidentschaftskandidaten
die Show stahl. Denn der bubenhaft wirkende Senator aus North-Carolina
war der einzige, der während seiner Antrittsrede ("stump
speech") im direkten Dialog das Publikum von den Sitzen riß,
der einzige, der nachher nicht über den seitlichen Bühnenausgang
verschwand, sondern den Weg durch den Mittelgang, durchs Volk, suchte,
der einzige mit einer hochprofessionellen Präsentationsmappe inkl.
CD-Rom.
Heute, vier Monate später, handeln Polit-Insider Edwards als
Geheimtip für die US-Wahl im November. Wohl hat John Kerry scheinbar
mehr Trümpfe in der Hand, um im Juli bei der Convention der Demokraten
in Boston nominiert zu werden: mehr Siege in den Primaries bisher,
mehr Geld, mehr prominente Unterstützer. Ihm wird – im Vergleich
zu Howard Dean, über dessen Chancenlosigkeit auf einmal jeder
hier froh ist – electability, Wählbarkeit, konzediert, Newsweek-Umfragen
sehen ihn sogar mit 49% zu 46% gegenüber George W. Bush in Führung.
Doch
- legt John Edwards in Umfragen seit Mitte Jänner deutlich
zu,
- ist er imstande, seine Botschaft klar, konzis und headline-tauglich
zu artikulieren: "I want to close the gap between the two
Americas, between those who have and those who have not." Von
den anderen Kandidaten fehlt jede Spur einer inhaltlichen Botschaft.
Kerrys "I
can beat Bush" und Clarks "I am a Democrat" kann
beim besten Willen nicht als Vision, als so notwendige Leitidee,
die Menschen begeistern und inspirieren kann, bezeichnet werden
(Dean beschränkt sich nach seinem hysterischen Ausritt in
Iowa nur mehr auf Schadensbegrenzung).
- John Edwards kann die
für jeden demokratischen Kandidaten siegentscheidenden
Weißen aus dem Süden ansprechen, Kerry nicht.
- AmerikanerInnen lieben den Typen "Happy Warrior" als
Präsidenten, wie ihn FDR oder Ronald Reagan verkörpert
haben. Einen Kämpfer, der aber Fröhlichkeit und Optimismus
ausstrahlt und seine WählerInnen motivieren kann. Edwards, Sohn
eines Mühlenarbeiters,
mittlerweile 25 Mio USD-schwerer Anwalt, scheint dieser Typ zu sein,
Kerry wirkt hingegen meistens reserviert und abgehoben, schaut auf
neuneinhalb von zehn Fotos aus wie ein Mitglied seines eigenen Leichenzugs.
Etliche Journalisten und Intellektuelle, die John Kerry immer als
den kleinsten gemeinsamen Nenner gesehen haben, versuchen Edwards zu
pushen. "I am standing for one America – for lifting up
and for tearing down", sagte dieser vor seinen enthusiastischen
WählerInnen in South Carolina, wo er am 3.Februar erstmals gewann.
Trotzdem wird es diesmal wohl noch nichts werden. Doch 2008 hat John
Edwards auf jeden Fall gute Chancen fürs Weiße Haus.
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Arnie in Führung Seit seiner offiziellen Kandidatur zum Governor des größten
und reichsten US-Bundesstaats, Kalifornien, ist Arnold Schwarzenegger
ununterbrochen im Fernsehen. Allein CNN coverte den „actor-turned-candidate“,
wie ihn die Medien hier in den USA nennen, im August 3.404 mal – seinen
Gegner, Amtsinhaber Gray Davis hingegen nur 3.160 mal. Doch Arnie, the
running news, steht unter Druck.
Der p.t. TV-Konsument erlebt
-
Wie Arnold breites Dauer-Strahlen zur Maske gefriert, als ihm beim Bad
in der Menge Gegner von hinten Cola ins Genick schütten. Und wie
er seine Shakehandrunde weiterführt, im Fluß bleibt, instinktiv
und ohne genau zu wissen, was da passiert war, sein schmutziges Sakko
auszieht und es in die Hände des hinter ihm gehenden Leibwächters
gleiten lässt. Wie „Arnie - immer lachend und sauber“ die
Devise ist.
-
Wie täglich Zug und Gegenzug am Schachbrett der politischen Attacken
erfolgen: Wie am Freitag Feministinnen vor seinem Headquarter brüllen,
er wäre ein Macho, und dann am Samstag seine Frau Maria Shriver-Kennedy
auftritt und erzählt, welch moderner Mann er nicht wäre. Wie
seine Wahlkampfmanager daraufhin tagelang nur mehr weibliche Repräsentanten
zu Interviews ins TV schicken.
-
Wie hispanische Kalifornier Arnold wegen seiner restriktiven Haltung
zur Einwanderungsfrage anlässlich einer Parade zum Mexican Independent
Day am 8.September demonstrativ wieder ausladen, und der Kandidat vor
15 Mikrophonen verkündet: „I am an immigrant and I know
what this country gives to immigrants and I love Mexiko. I did
there four
movies.“
-
Wie Schwarzeneggers österreichischer Akzent zum Argument gegen ihn
mutiert, wenn Gray Davis sagt, es solle nur jemand Governor werden, der „California“ richtig
aussprechen könne. Und wie sich auf www.cnn.com Kabarettisten und
die Harald Schmidts der hiesigen TV-Szene gegenseitig überbieten,
Schwarzeneggers Englisch zu imitieren.
-
Wie Konkurrentin Arianna Huffington auf ihrer Homepage einen cartoon-Strip
abfahren lässt, in dem sie Arnold in der Rolle des negativen
Comic-Helden im wahrsten Sinne des Wortes abstaubt: www.votearianna.com.
- Wie
er nur einmal, nämlich am 24.9., bei einer TV-Diskussion mitmachen
will – und auch da nur bei vorheriger Übermittlung der
Journalistenfragen. Wie er als einziger der Top Five Kandidaten
keinen letter of intent auf
seiner Homepage hat, und welch schalen Nachgeschmack selbst Wohlmeinende
dadurch erhalten.
Polit-Profis sagen, Arnolds Wahlkampf wäre professionell: Er hätte
gute Leute um sich geschart und bis dato die größten Fallen
geschickt umgangen.
Arnold Schwarzenegger kämpft mit dem Slogan „Join Arnold and
let´s bring California back“ um das Amt in Sacramento. Restliche
Werbemaßnahmen des Candidators nachzulesen auf www.joinarnold.com auf Englisch und Spanisch.
Derzeit ist Arnold Schwarzenegger laut Umfragen mit 27% der beste republikanische
Kandidat. Ob er´s trotz brillanter TV-Coverage insgesamt schaffen
wird, ist aber fraglich – vor allem dann, wenn die Wahl in den
März verlegt wird.
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Freude, vor Menschen zu sprechen
Auch in den USA, dem Mutterland der professionellen, TV-gerechten Kommunikation,
sind Politiker nicht von vornherein rhetorische Weltmeister. Aber die
Chance, charismatische Persönlichkeiten zu erleben ist ungleich größer
als in Österreich, wie eine Fact Finding Mission in Washington D.C.,
ergab.
Verkürzt könnte man sagen: die Amis gehens einfach professioneller
an. Sei es nun dank des US-Polit-Systems oder einer höher entwickelten
Einstellung zur professionellen Kommunikation, die Vorbereitung auf das
politische Geschäft beginnt von jenem Moment an, wo jemand seine/ihre
Kandidatur für die eine oder andere Partei bekanntgibt. Sofort treten
die Kommunikationsprofis der jeweiligen Headquarters auf und stecken sie
in eine "Campaign school". Wohl sind all diese Kurse freiwillig,
doch kaum einer kann es sich leisten nicht mitzumachen.
Zurück auf die Schulbank
In einer Campaign school lernen angehende US-Politiker, wie man Berater
anheuert, wie man eine Meinungsumfrage liest, mit Journalisten zu sprechen,
Geld zu akquirieren, Reden zu halten oder auch eine Pressekonferenz zu
organisieren. Tovah Ravitz, Kommunikationsdirektorin der Democratic Senatorial
Campaign über die Feinheiten ihres Jobs: "Wir müssen in
Vorbereitung auf einen Wahlkampf auch das gesamte persönliche Umfeld
eines Kandidaten durchleuchten und recherchieren". Das heißt
genauer: jede Äußerung, die je irgendwer zum Leit-Thema der
Kampagne gemacht hat sowie jede Äußerung des Kandidaten zum
Leit-Thema. Aber auch Unterlagen aus der Uni-Zeit des Kandidaten, um seine
Einstellungen zum Leit-Thema, seine Leistungsbilanz während des Studiums
und etwaige persönliche Verfehlungen zu checken, aber auch seine
Steuerunterlagen
und alle Informationen, die von öffentlichem Interesse sein könnten.
Traube von persönlichen Beratern
"Fähig zu sein, einen Rat zu akzeptieren", nennt Jeff Birnbaum,
Washington-Büro-Leiter des Fortune Magazins mit intimen Kenntnissen
ins Zentrum der Macht (Buchautor von "The Madhouse" - das Weiße
Haus von innen), eine der wichtigsten Charaktereigenschaften von erfolgreichen
Politikern. George W. Bush gilt dabei als aktuelles Paradebeispiel: Selbst
mit höchst durchschnittlichen Kommunikationsfähigkeiten ausgestattet,
hat sich der Präsident mit erstklassigen Beratern umgeben, auf die
er hört. Berater, die sich fürchten, dem Chef klarzumachen,
daß er auf dem Holzweg ist, hält Birnbaum für grotesk.
Deshalb sind US-Politiker von einer wahren Traube von persönlichen
Beratern umgeben. Experten, die das persönliche Verhalten des Kandidaten
auf dem Weg zum Sieg kritisieren und verbessern sollen: der Medienberater,
der Meinungsforscher, der Direct Mail-Experte, der persönliche Stratege,
der Redenschreiber.
Intensive Vorbereitung vor wichtigen Auftritten
Dreimal hat er sie geübt: die Rede zu Nation, die heute um US$ 165,--
auf VHS-Kassette zu kaufen ist. George W. Bush, der erste Mann des mächtigsten
Staates der Welt, als er nach dem 11. September 2001 vor sein Volk trat
und zu Zuversicht und dem Kampf gegen den Terrorismus aufrief. Sein Vorgänger
Bill Clinton wiederum war dafür bekannt, noch im Auto an seinen Reden
herumzufeilen - zum Leidwesen seiner Berater im übrigen, denn dadurch
waren seine Reden nie ident mit jenem Text, der über den Teleprompter
gezeigt wurde.
Fazit: So oft kann ein US-Politiker gar nicht aufgetreten sein, daß
er sich nicht vor jedem wichtigen Auftritt minutiös persönlich
vorbereitet. Wer in so einer Situation das Aufsetzen von Reden dem Pressesprecher
überläßt und sich dann beim Rednerpult darin übt,
gut vorzulesen, wird in den USA milde belächelt.
Carl Forti, Kommunikationsdirektor der republikanischen Kongreßabgeordneten
gibt konkrete Tips für TV-Diskussionen:
- Mache eine Generalprobe und übe alle Antworten auf alle möglichen
Fragen.
- Rede nur über Punkte, die Du Dir vorgenommen hast und bleib
auf Deiner Botschaft drauf.
- Im Fall eines Live-Interviews ohne politischen Konkurrenten: Verlasse
das Studio, wenn Du untergriffig und abseits des Vereinbarten attackiert
wirst. Steh auf, lächle und sag: "Ich stehe Ihnen gerne ein
anderes Mal wieder zur Verfügung".
Wertschätzung für die Konkurrenz
US-Politiker haben außerhalb der Wahlkämpfe keine Scheu, vor
laufender Kamera Gutes über Vertreter der anderen Partei zu sagen.
(Dafür befetzen sie einander in den Wahlschlachten mit vergleichender
Negativwerbung, die bei uns eine Flut von Klagen nach sich ziehen würde).
Da loben republikanische Kongressmänner demokratische Kollegen für
eine gute Idee, und da nimmt doch ein demokratischer Bürgermeister
tatsächlich die Worte "unsere republikanischen Freunde"
in den Mund, als er von einer gemeinsamen Initiative für seine Stadt
erzählt.
Die österreichische Art, im politischen Alltag über den politischen
Gegner nur abfällig zu sprechen kennen die USA so nicht. "Je
mehr innerhalb eines politischen Systems polarisiert wird, desto schlechter
ist und wird die Qualität der Politiker", stellt Kathleen Schafer,
Professorin für Leadership an der Graduate School of Political Management
der George Washington Universität fest. "Charismatische Leader
werden dann entweder nicht gewählt oder sie sind frustriert".
US-Regeln für Sieger
Für angehende, charismatische Politikerpersönlichkeitern oder
deren Ratgeber hier eine Auswahl der Ratschläge, die amerikanische
Kommunikationsexperten ihren europäischen Kollegen ins Tagebuch schreiben:
- Entwickle eine Vision - frei nach John F. Kennedy!
Sein Traum, bis Ende der 60er Jahre auf dem Mond zu landen, inspirierte
und beflügelte nicht nur BürgerInnen, Wirtschaft und Forschung
in den USA, sondern in der gesamten westlichen Welt.
- "Listen, speak their words and win" - gleichzeitig aber
auf die Bedürfnisse der Menschen zu hören, das ist das Erfolgsrezept
von Jennifer Laszlo. Sie hat als erste im politischen Marketing mit
Focusgroups gearbeitet und nicht zuletzt Bill Clinton zu seinen Siegen
verholfen. Von Minderheitenthemen im Wahlkampf hält Laszlo hingegen
gar nichts: "Ich bin auch gegen Diskriminierungen z.B. von Homosexuellen,
aber daraus ein großes Wahlkampfthema zu machen, würde nicht
funktionieren."
- Nutze das Fernsehen!
Als effektivste Form des TV-Auftritts vor Wahlen werden einhellig das
Commercial, die Fernseh-Diskussion (Ravitz: "Je mehr desto besser
- "The more debates I get the better") sowie ein Beitrag innerhalb
der Nachrichten gesehen. Das Internet wird - so Forti - als Informationsquelle
für Wahlen dramatisch überschätzt, und Talkshows sind
eher das Mittel, sich lange vor Wahlen bekannt zu machen, als unmittelbar
vor dem Urnengang zu punkten.
- Gib jeder Woche einen anderen Themenschwerpunkt!
Der Wahlkampfapparat hinter dem Kandidaten beliefert zum "Thema
der Woche" täglich die unterschiedlichsten Medien und Öffentlichkeiten
mit der "Botschaft des Tages".
- Soccer Mums = Zielgruppe Nr.1
Die Wahlentscheidung fällt weltweit zunehmend durch Frauen. Und
das nicht nur quantitativ, sondern weil Frauen verstärkt zu den
Wechselwählern zählen. Im Visier der US-Politiker stehen derzeit
vor allem nicht berufstätige Mütter von halbwüchsigen
Kindern "die ihre Kinder am Nachmittag mit dem Wagen zu ihren Fußballvereinen
führen" (Laszlo) und deshalb "Soccer Mums" genannt.
"Bei uns gewinnen Sie, weil Sie gewinnen", erklärt Jennifer
Laszlo. "Bei Ihnen gewinnen Sie, weil die Partei gewinnt". US-Parteien
sind relativ unideologisch und damit relativ unwichtig - der individuelle
Politiker steht im Vordergrund und im Rampenlicht. Damit muß er
kaum Rücksicht auf die Interessen der Parteizentrale nehmen und kann
- so er entsprechende finanzielle Unterstützung findet - viel klarer
seine/ihre Ziele und Vorstellungen verfolgen als in Mitteleuropa. Parteiübergreifend
sind sich allerdings Laszlo und Forti, Ravitz und House einig, daß
unabhängig vom System primär eine Eigenschaft den politischen
Sieger kennzeichnet: Die Freude vor Menschen zu sprechen.
Politik-Splitter
- Der höchstbezahlte Medientrainer ist Michael Sheehan - er arbeitete
für Bill Clinton und verlangt US $ 9.500,-- pro Tag.
- Pressekonferenzen finden rund um die Uhr statt. Die hierzulande übliche
Grundregel: nie vor 9.30 und nie später als 11.00 existiert in
den USA nicht.
- US-Politiker werfen sich vor Talkmastern viel weniger auf den Bauch
als hierzulande: "Es ist bei uns sehr einfach, in eine Talkshow
hineinzukommen", sagt Peter Hickman vom National Press Club Newsmaker
Committee, "es gibt so viele."
- Demokratische Entwicklungshilfe made in USA: "Unser größter
Erfolg war die gewaltlose Stürmung des Regierungsgebäudes
in Belgrad - nur eine Person wurde ermordet" sagt Collen House,
ehemalige Lokalpolitikerin aus Michigan und Geschäftsführerin
von IRI (International Republican Institute). Sie schickt von Washington
aus Coaches und Trainer in Diktaturen, um den Anhängern der Demokratie
politisches und mediengerechtes Verhalten beizubringen. Vor den Präsidenten-Wahlen
in Serbien, die zur Demontage von Slobodan Milosevic geführt hatten
schulten House´s Leute in Budapest serbische Studenten, wie man
demonstriert, wie man in eine CNN-Kamera schaut und daß man Frauen
und Kinder nicht zu Demonstrationen mitnimmt.
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Mit professioneller Kommunikation mehr Erfolg!
Neue Chancen für Konditoren
Im Informations- und Medienzeitalter hat nur derjenige Erfolg, der einerseits
professionell kommuniziert und andererseits auch als Person gut wirkt.
TV, Zeitungen, Direct Mailings und Internet bestimmen unseren ganz normalen
Alltag. Deshalb ist es wichtiger, als je zuvor, seine Kunden und Geschäftspartner
richtig anzusprechen und seinen Betrieb und sich selbst bestens darzustellen.
Tut man das nicht, läuft man Gefahr, im Vergleich mit zur Konkurrenz
schlechte Figur zu machen und unter seinen Möglichkeiten geschlagen
zu werden.
Sie als Konditoren haben hier einen grundsätzlichen Vorteil gegenüber
vielen anderen Branchen: Torten, Cremeschnitten und Pralinen sind nämlich
Produkte, die die Menschen lieben, aus denen sich viele Geschichten zaubern
lassen und die sich herrlich für Fotomotive eignen. Mit einem Wort:
Nutzen Sie Ihre Chance es lohnt sich.
Drei Faktoren geben den Ausschlag, ob Sie in Sachen professioneller Kommunikation
vor Beginn des neuen Jahrtausends gewappnet sind oder eben nicht:
- Ihre Öffentlichkeitsarbeit
- Ihr Umgang mit den Medien
- Ihre rhetorischen Fähigkeiten
Wenn Sie bei folgenden Fragen pro Kategorie mehr als drei mit nein beantworten
müssen, dann sollten Sie aktiv werden. Weil dann haben Sie Ihr persönliches
Potential und das Ihres Betriebes für gute Publicity noch lange nicht
ausgeschöpft.
- Öffentlichkeitsarbeit
- Erstellen Sie jedes Jahr einen Schlachtplan mit Aktivitäten
für Ihre Kunden und Geschäftspartner?
- Wissen Sie, was Ihren Betrieb und Ihre Produkte unverwechselbar
mit jenen der Konkurrenz macht - und vor allem wissen das Ihre Kunden
und Geschäftspartner?
- Halten Sie regelmäßigen schriftlichen Kontakt zu Ihren
Kunden und Geschäftspartnern z.B. in Form von Direct Mailings
oder einer Zeitung - und sind Sie mit Qualität und Ergebnis
zufrieden?
- Halten Sie regelmäßigen schriftlichen Kontakt zu Ihren
Kunden und Geschäftspartnern z.B. in Form von Einladungen -
und sind Sie mit Qualität und Besucherzahl zufrieden?
- Halten Sie regelmäßige Kontakt zu den für Sie
relevanten Medien wie z.B. Fachzeitungen bzw. Lokalpresse - und
sind Sie mit Qualität und Ergebnis zufrieden?
- Hatten Sie schon einmal eine Basis - Einschulung über die
Möglichkeiten der Öffentlichkeitsarbeit für Sie als
Konditor?
- Umgang mit Medien
- Sind Sie vertraut mit dem Leben und Treiben in den Redaktionen
und kennen Sie ergo dessen die Spielregeln im Umgang mit Journalisten?
- Wissen Sie, wie man einen Pressetext formuliert?
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Kennen Sie die Erfolgsparameter für eine gute Presse-Illustration?
-
Haben Sie nach Interviews das Gefühl Ihre Chance bestens
genutzt zu haben?
-
Wissen Sie, wie man eine Pressekonferenz organisiert und was
dabei für Ihren Auftritt ausschlaggebend ist?
- Haben Sie die Besten Antworten auf mögliche Journalistenfragen
schon einmal geübt, um im Fall der Fälle gleich professioneller
zu sein?
- Rhetorische Fähigkeiten
- Sind Sie mit Ihren Auftritten vor Publikum wie z.B. Ihren Kunden
oder Geschäftspartnern immer zufrieden?
-
Sind Sie unterrichtet, wie man sich am besten auf Präsentationen
vorbereitet?
-
Sind Sie informiert, welche dramaturgischen Hilfsmittel Sie persönlich
und Ihre Präsentation zum Erfolg führen könnte?
-
Haben Sie sich je mit Ihrer persönlichen Körpersprache,
mit Ihrer Stimme, Mimik und Gestik auseinandergesetzt? Immerhin
bilden diese Faktoren mehr als 50 Prozent Ihrer Wirkung bei Reden.
-
Sind Sie darüber im Bilde, wie Sie am besten bei Menschen
ankommen?
- Haben Sie Ihre Reden oder Präsentationen schon vorher einmal
trainiert, um dann vor Publikum viel souveräner und lockerer
zu sein?
Die Vorteile der professionellen Kommunikation liegen auf der Hand:
- Es ist ein entscheidender Beitrag für ein erfreuliches Geschäftsergebnis.
Denn wenn die neue Schokolade-Kreation noch so gelungen ist und auch
der Preis stimmt: Solange es keiner weiß und mit Ihnen als Person
und damit mit Ihrem Betrieb ein gutes Gefühl verbinden kann, ist
es nur die halbe Miete.
- Ihr Bekanntheitsgrad steigt.
Denn der richtige Umgang mit den Medien bringt Sie in positiver Weise
immer wieder ins Gespräch.
- Es macht Spaß.
Als Repräsentant Ihres Betriebs gut anzukommen, tut gut.
Denn schließlich ist auch seelisches Wohlbefinden ein wichtiger
Faktor im Berufsleben.
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Back to the human
Moderne Manager suchen verstärkt individuelle Unterstützung
in Sachen persönlicher Wirkung und Leistung. Coaching heißt das
Zauberwort - und die Coaches, die Einzelberater der Führungskräfte,
können sich über mangelnde Nachfrage wahrlich nicht beklagen.
Kein Wunder: Zukunftsforscher und Marketing-Experten argumentieren logisch
und belegen plausibel, daß die Kaufentscheidung immer weniger von
Produkt und Preis, sondern vielmehr von den Werten und den Menschen des
dahinterstehenden Unternehmens bestimmt wird.
"Added value" ist ein Phänomen des auslaufenden 20. Jahrhunderts,
das klarmacht: Die Technokratie als alleinseligmachendes Instrument des
Wirtschaftslebens ist an ihre Grenzen gelangt. Es läßt sich darüber
streiten, ob dieses Bedürfnis nach mehr Emotionalität, nach mehr
Persönlichkeit auch im geschäftlichen Umfeld eine zwangsläufige
Konsequenz des anonymisierenden Computer-Zeitalters ist. Oder ob im Zuge
der allgemeinen Reizüberflutung ganz automatisch nur mehr jenes Unternehmen
an Profil gewinnt und damit erfolgreich ist, das mehr zu bieten hat als
nüchterne Ziffern und ein Produkt das funktioniert.
"Added value" steht für Gefühle oder Erlebniswelten,
die als Ausdruck vermittelt werden. Damit schafft man exakt jene unter die
Haut gehende Unverwechselbarkeit, die mehr denn je notwenig ist, um am Markt
zu reüssieren. "Added value" sind aber auch oder vor allem
die Menschen, die hinter den Betrieben stehen, die sie als Mitarbeiter verkörpern
und vor allem diejenigen, die diese Betriebe führen.
Die beste Roadshow, die transparentesten Informationsbroschüren, die
routinierteste Investmentbank können wenig ausrichten - wenn die Vorstandsmitglieder
in ihren Präsentationen vor potentiellen Investoren nicht gleichviel
Engagement wie Professionalität, gleichviel Enthusiasmus wie Kompetenz
an den Tag legen. Kurz: Wenn sie nicht auch als Person überzeugend
wirken.
Eine andere Tendenz führt in eine ähnliche Richtung. Rationalisierungen,
Fusionen, Privatisierungen, Aufgliederungen oder Börsengänge stellen
Österreichs Führungskräfte vor neue Herausforderungen. Herausforderungen,
die sie höchstpersönlich betreffen und sie mit herkömmlichen
Fachwissen und konventionellen Sach-Experten allein nur mehr schwer bewältigen
können. Soziale Intelligenz ist gefragt, Charisma gepaart mit top-professionellem
Kommunikationsverhalten.
Der Konkurrenz- und Leistungsdruck steigt - die Dunkelziffer jener Manager,
die mangels konstruktiver Kritik und ehrlichem Feedback im Unglück
ihrer Einsamkeit versinken, sowieso. Daß man mit Druck und Unnahbarkeit
gegenüber Mitarbeitern und Öffentlichkeit zwar kurzfristig oft
müheloser agieren kann, ist klar. Daß dieser Stil aber mittlerweile
weder zum bon ton gehört noch mittelfristig erfolgreich ist, haben
zumindest intellektuell wohl schon die meisten verstanden.
Viel weniger die Sachebene als viel mehr die Persönlichkeitsebene müssen
- siehe "added value" - zukünftig im Management berücksichtigt
werden. Oder anders gesagt: Wer als Manager gleichzeitig verabsäumt,
sich selbst als Teil des "added value" zu sehen und seinen Teil
dazu beizutragen, raubt seinem Unternehmen eine entscheidende Erfolgskomponente.
Qualitätsmanagement ist wichtig.
"Back to the human" - Rückkehr zu bzw. Besinnung auf zwischenmenschliche
Fähigkeiten im Management, auf den Dialog, auf persönliche Kommunikation,
auf konstruktiven Umgang miteinander auch in der Krise und im Konflikt -
das ist besser.
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